Selbstbestimmend Leben, Buchfazit zu: Selbststeuerung von Joachim Bauer

Selbstbestimmend Leben, Buchfazit zu: Selbststeuerung von Joachim Bauer

Neurobiologe und Arzt Joachim Bauer beschreibt in sieben Kapiteln was Selbststeuerung ist und wie diese unerlässlich für ein selbstbestimmendes und somit zufriedenes Leben ist.

Es geht darum eine gesunde Balance zwischen der Befriedigung von präsenten Bedürfnissen und einer Selbststeuerung zu finden welche dazu dient »… längerfristiger, höherstufiger Ziele« zu erreichen.

Nach anfänglicher Langatmigkeit hat mir das Buch zur Mitte hin immer besser gefallen. Viele spannende Studien werden erläutert und die grenzen zur Philosophie werden hier und da angerissen.

Was mir am Buch gefallen hat:

– Studien und Beispiele die aufzeigen wie eine gute Selbststeuerung keineswegs extreme Strenge mit sich selbst und ein tristes, kontrolliertes Leben bedeuten – im Gegenteil. Menschen die eine gute Selbststeuerung haben, sind in der Regel zufriedener, sozial kompetenter und leben gesünder. Jeder hat Ziele und Wünsche, besonders erstrebenswerte Dinge erfordern Selbststeuerung. Die Erreichung dieser Ziele durch gute Selbststeuerung führen zu einem selbstbestimmenden Leben. Ich drücke es immer so aus: Ich werde nicht vom Leben »gelebt«. Ich »lebe« mein Leben.

– Wie oben schon erwähnt geht mit Selbstkontrolle die Gesundheit einher. Sehr spannend ist auch, dass das Bild was wir von uns selbst haben einen großen Teil zu unserer Gesundheit und Physis beiträgt. Umso wichtiger ist es wie Ärzte mit ihren Patienten im Falle von Krankheit umgehen, da das Selbstbild stark von Autoritätspersonen beeinflußt wird. Sogar die Genetik und Zellen können durch das Selbstbild negativ sowie positiv beeinflußt werden (also nichts fixes). Im Buch wird es unter anderem ganz schön beschrieben »Dabei wird übersehen, dass alle lebenden System anders als Maschinen mit ihrer Außenwelt ständig kommunizieren und dass ihr Wohl und Wehe vom Gelingen dieser Kommunikation abhängt. Auch Gene sind Kommunikatoren und keineswegs autistische, unabhängig von der Außenwelt arbeitende Maschinenteile, als die sie lange Zeit dargestellt wurden.«

– Selbststeuerung ist nicht etwas womit man geboren wird. Eine liebevolle, erklärende aber auch konsequente Erziehung können sich positiv auf die Selbststeuerung auswirken. Jedoch ist der präfrontale Cortex (Stirnhirn), welcher ausschlaggebend für die Selbststeuerung ist, wie ein Muskel. Je häufiger man Gebrauch davon macht, desto stärker wird er. Das gleiche geht aber auch in die andere Richtung.

– Gerade heutzutage ist Selbststeuerung wichtiger denn je. Tag ein Tag aus sind wir großem Stress ausgeliefert. Diesem wird häufig mit Junk-Food, übermäßigem Alkoholkonsum und Drogen entgegen gewirkt. Selbststeuerung hilft einem dabei anders mit Stress umzugehen: Sport, Meditation, Yoga, Wellness, wandern, lesen …. Dinge die man gerne macht und die einen wirklich entspannen. Ganz zu schweigen von dem schlechten Gewissen welcher unmittelbar darauf folgt und weiteren psychischen Stress auf uns ausübt.

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Ich hoffe das Bookreview hat euch gefallen. Ich probiere gerade etwas aus, was die Anordnung angeht. Der erste Part ist als kleines „Intro“ zum Buch gedacht gefolgt von den Dingen die ich persönlich aus dem Buch mitgenommen habe. Wenn ihr Verbesserungsvorschläge, Kritik oder Fragen habt, kommentiert gerne!
 

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