Ende letzten Jahres bin ich, wie häufig in der Mittagspause, durch die altonaer Fußgängerzone geschlendert und habe ein beschriftetes Stück Pappe mit der Aufschrift »Antiquariat« bemerkt. Ich folgte dem Schild und fand ein weiteres unscheinbares Schild über einer Eingangstür hängen, auf dem »Bücher« stand. Ich ging hinein und musste mich häufig quer stellen und gut aufpassen wohin ich trete um durch das Bücher-Wirrwarr zu kommen. Alles voll gestellt mit Büchern, ob auf dem Boden, in Bücherregalen die bis zur Decke ragten oder provisorisch auf Sitzgelegenheiten. Der Duft von alten Büchern stieg einem in die Nase, im Hintergrund lief leise und zurückhaltend klassische Musik. Ein alter Mann sagte neutral »guten Tag«. Auf die Frage ob er Hermann Hesse habe, antwortete er spöttisch und bejahte. Ich habe mein Buch gefunden und trotz dem, auf den ersten Blick nicht gerade freundlichen aber sehr authentischen alten Mann, fühlte ich mich wohl.
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