Neujahrsvorsätze!? Nein, Danke!

Neujahrsvorsätze!? Nein, Danke!

Zum Ende des Jahres neigt man immer wieder dazu, sich Vorsätze für das kommende Jahr zu machen. Vom abgewöhnen der Zigaretten bis zu mehr Zeit für sich haben ist alles vertreten. Die meisten schaffen es sogar immer wieder in die Liste der guten Vorsätze für das neue Jahr. Dieses herunterschreiben der Vorsätze dient dazu, noch mehr aus dem kommenden Jahr rauszuholen und die Dinge endlich zu machen/schaffen, die man schon immer wollte.


Ich rate ab von diesen Listen. Damals in der Schule, habe ich mir nach jeder Versetzung in die nächste Klasse vorgenommen, dieses Schuljahr, permanent in Schönschrift zu schreiben, alle Arbeitsbögen sorgfältig abzuheften und bei den Hausaufgaben die freiwilligen Zusatzaufgaben jedes mal mitzumachen. Nach den ersten zwei Wochen legte sich der Eifer und ich bin in alte Muster verfallen. Genau so ist es mit den neuen Vorsätzen und allgemein mit allem was man sich ab einem bestimmten Zeitpunkt radikal vornimmt.


Das scheitern ist ja schon vorprogrammiert, indem man gute Vorsätze an einem Zeitpunkt festmacht. Ich werde ab dem 01.01mit dem rauchen aufhören … etc. Was ist der 01. Januar im neuen Jahr? Ein schönes neues unbeschriebenes Jahr an dem alles möglich ist. »Neu Anfangen« alles »resetet« … . Schwachsinn, der 01. Januar ist genau so wie der 27. März, der 19. September – oder irgendein anderer Kalendertag – ein ganz normaler Tag, nicht mehr und nicht weniger. Wie der Name schon sagt, Kalendertag. Warum sollte dieser neue Tagesanbruch dieses abreißen des Kalenderjahres uns die Kraft und Disziplin verleihen, die wir bisher im vergangenen Jahr nicht aufbringen konnten? Wenn der Drang einer Veränderung oder eines guten Vorsatzes so stark in einem verankert ist, dass man auch die nötige Willensstärke aufbrächte um es zu schaffen, dann Bedarf das keinem Datum und man fängt jetzt damit an. Sobald die meisten Vorsätze gegen Ende Januar über Bord geworfen wurden, bringt man auch weniger Disziplin, den noch bestehenden Vorsätzen entgegen. Letztendlich nimmt man wahr, das man mal wieder nichts eingehalten hat und wie undiszipliniert und willensschwach man doch ist. (ganz zu schweigen, das Zeit etwas von uns erfundenes ist)

Schöner ist es doch, sich selbst etwas Zeit zu nehmen, am besten alleine. Vielleicht einen Spaziergang machen, oder irgendwo hinzugehen wo man sich wohl fühlt (Kneipe zählt nicht). Dann kann man für sich, das vergangene Jahr Revue passieren lassen, die schönen und weniger schönen Momente im Kopf durchgehen. Bewusst und für sich mit dem vergangenen Jahr abschließen. An das kommende Jahr denken und ihm gespannt und neugierig entgegen zu schauen.
Puh Beitrag fertig, wenigstens ein Vorsatz in 2012 geschafft.

In diesem Sinne, feiert schön mit euch und euren Liebsten. Frohes neues Jahr!

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